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PROPHETIE - GOTT HÖREN - SEMINAR

Prophetie & Lehre der Kirche 

Was sagt die Lehre der katholischen Kirche (KKK) zur Gabe der Prophetie?

Jeder Christ hat teil an den drei Ämtern Christi - Priester, Prophet und König

 

Quellenverweis:

A) Aus dem Katechismus der katholischen Kirche (Darlegung des Glaubens der Kirche und der katholischen Lehre)::

http://www.vatican.va/archive/ccc/index_ge.htm oder http://stjosef.at/index.htm?kkk/index.html~mainFrame  

B) gute Volltextsuche im Katechismus siehe:   http://overkott.dyndns.org/kkk-suche.htm

 

ABSATZ 2 DIE KIRCHE -Volk GOTTES, LEIB CHRISTI, TEMPEL DES HEILIGEN GEISTES

 

I Die Kirche ist Volk Gottes

 

781 ''Zu jeder Zeit und in jedem Volk ist Gott jeder willkommen, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit übt. Gott hat es jedoch gefallen, die Menschen nicht einzeln, unabhängig von aller wechselseitigen Verbindung, zu heiligen und zu retten, sondern sie zu einem Volke zu machen, das ihn in Wahrheit anerkennen und ihm in Heiligkeit dienen sollte. So hat er das israelitische Volk sich zum Volk erwählt und hat mit ihm einen Bund geschlossen und es Stufe für Stufe unterwiesen ... Dies alles jedoch wurde zur Vorbereitung und zum Vorbild jenes neuen und vollkommenen Bundes, der in Christus geschlossen ... werden sollte ... Diesen neuen Bund hat Christus gestiftet                                                                                                                                                                                                                                                                     

in seinem Blute, indem er sich aus Juden und Heiden ein Volk berief das nicht dem Fleische nach, sondern im Geiste zur Einheit zusammenwachsen'' sollte (LG 9).

 

Die Besonderheiten des Volkes Gottes

782 Das Volk Gottes weist Besonderheiten auf, die es von allen Religions- und Volksgruppen, von allen politischen und kulturellen Gruppen der Geschichte klar unterscheiden:

Es ist das Volk Gottes. Gott gehört keinem Volk zu eigen. Er hat sich aber aus denen, die einst kein Volk waren, ein Volk erworben: ''ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, einen heiligen Stamm'' (1 Petr2,9).

- Glied dieses Volkes wird man nicht durch die leibliche Geburt, sondern durch die ''Geburt

von oben'', ''aus Wasser und Geist'' (Joh 3,3-5), das heißt durch den Glauben an Christus und die Taufe.

Dieses Volk hat Jesus, den Christus [Gesalbten, Messias] zum Haupt. Weil ein und dasselbe

Salböl, der Heilige Geist, vom Haupt in den Leib hinabfließt, ist es ''das messianische Volk''.

''Es hat als Stand die Würde und die Freiheit der Kinder Gottes, in deren Herzen der Heilige

Geist wie in einem Tempel wohnt.''

''Es hat als Gesetz das neue Gebot, zu lieben, wie Christus uns geliebt hat [Vgl. Job 13,34]'' (LG 9). Das ist das ''neue'' Gesetz des Heiligen Geistes [Vgl. Röm 8,2; Gal 5,25].

Es hat als Sendung, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein [Vgl. Mt 15,13-16]. Es ist ''für das ganze Menschengeschlecht die unzerstörbare Keimzelle der Einheit, der Hoffnung und des Heils''.

 

''Es hat schließlich als Ziel das Reich Gottes, das von Gott selbst auf Erden grundgelegt wurde

und weiter ausgedehnt werden muß, bis es am Ende der Zeiten von ihm auch vollendet wird''

(LG 9).

 

Ein priesterliches, prophetisches und königliches Volk

783 Jesus Christus wurde vom Vater mit dem Heiligen Geist gesalbt und zum ''Priester, Propheten und König'' bestellt. Das ganze Volk Gottes hat an diesen drei Ämtern Christi teil und ist verantwortlich für die Sendung und den Dienst, die sich daraus ergeben [Vgl. RH 18-21].

 

784 Wer durch den Glauben und die Taufe in das Volk Gottes eintritt, erhält Anteil an der einzigartigen Berufung dieses Volkes: an seiner priesterlichen Berufung. ''Christus der Herr, als Hoherpriester aus den Menschen genommen, hat das neue Volk ‚zum Königreich und zu Priestern für Gott und seinen Vater gemacht'. Durch die Wiedergeburt und die Salbung mit dem Heiligen Geist werden die Getauften nämlich zu einem geistigen Haus und einem heiligen Priestertum geweiht'' (LG 10).

 

785 ''Das heilige Volk Gottes nimmt auch teil am prophetischen Amt Christi'', vor allem durch den übernatürlichen Glaubenssinn, der dem ganzen Volk, den Laien und der Hierarchie, zu eigen ist. Durch ihn ''hängt [es] dem einmal den Heiligen übergebenen Glauben unwiderruflich an'' (LG 12), versteht ihn immer tiefer und wird inmitten dieser Welt zum Zeugen Christi.

 

786 Das GottesVolk hat auch an der königlichen Funktion Christi Anteil. Christus übt sein Königtum dadurch aus, daß er durch seinen Tod und seine Auferstehung alle Menschen an sich zieht [Vgl. Joh 13,32]. Christus, der König und Herr des Weltalls, hat sich zum Diener aller gemacht, denn er ''ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele'' (Mt 20,28). Für den Christen bedeutet Christus zu dienen ''König sein'' (LG 36) - vor allem ''in den Armen und Leidenden'', in denen die Kirche ''das Bild ihres armen und leidenden Gründers erkennt'' (LG 8). Das Volk Gottes wahrt seine ''königliche Würde'' dadurch, daß es der Berufung nachlebt, mit Christus zu dienen.

''Alle, die in Christus wiedergeboren sind, macht das Zeichen des Kreuzes zu Königen, während die Salbung des Heiligen Geistes sie zu Priestern weiht. Darum sollen sich auch alle geistlichen und geistigen Christen bewußt sein, daß sie - abgesehen von den besonderen Aufgaben Unseres Amtes - aus königlichem Geschlecht stammen und an den Pflichten des Priesters Anteil haben. Was ist so königlich, als wenn ein Gott untertäniger Geist die Herrschaft über seinen Leib führt? Und was entspricht den Obliegenheiten eines Priesters mehr, als dem Herrn ein reines Gewissen zu weihen und ihm auf dem Altare seines Herzens makellose Opfer der Frömmigkeit darzubringen?'' (Leo d. Gr., serm. 4,1).

 

1070 Im Neuen Testament bezeichnet das Wort ''Liturgie'' nicht nur die Feier des Gottesdienstes [Vgl. Apg 13,2; Lk 1,23 gr], sondern auch die Verkündigung des Evangeliums [Vgl. Röm 15,16: Phil 2,14-17 und 2,30] und die tätige Nächstenliebe [Vgl. Röm 15,27; 2 Kor 9,12; Phil 2,25]. Bei all dem geht es um den Dienst an Gott und den Menschen. In der Liturgiefeier ist die Kirche Dienerin nach dem Vorbild ihres Herrn, des einzigen ''Liturgen'' [Vgl. Hehr 8,2.6 gr], indem sie in Gottesdienst, Verkündigung und Liebesdienst am Amt Christi als Priester, Prophet und König teilnimmt.

 

1241 Die Salbung mit dem heiligen Chrisam einem vom Bischof geweihten wohlriechenden Öl - bedeutet, daß dem Neugetauften der Heilige Geist geschenkt wird. Er ist ja ein Christ geworden, das heißt ein durch den Heiligen Geist ''Gesalbter'', eingegliedert in Christus, der zum Priester, Propheten und König gesalbt ist [Vgl. OBP62].